Zen - jeden Donnerstag 19.00 - 20.30 Uhr
Ort: Kurfürstenstrasse, Düsseldorf
bitte anmelden: o1722531090 oder per Email (Kontakt)
Die japanische Form der Zen-Übung, die wir (Daishinzen) praktizieren, ist von
Ritualen und Formen geprägt. Sie erfordert daher ein gewisses Maß an
Disziplin, und eignet sich nur für Menschen, die bereit sind, an sich
zu arbeiten.
Vorkenntnisse sind zwar nicht erforderlich, aber Sie
sollten vorher einmal ausprobieren, ob Sie 25 Minuten in aller Stille
regungslos sitzen können.
Bequeme, dunkele Kleidung ist
empfehlenswert; es besteht die Möglichkeit, sich umzuziehen. Anfänger sind stets willkommen.
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.Ablauf:
Rezitation / Sarei (kleine Teezeremonie)
Zazen (3 x 25 Min.)
unterbrochen durch 1x kurze Pause am Platz,
1x Kinhin (Gehmeditation),

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Auch bieten wir Zen-Einführungen in privatem, geschäftlichen, schulischen Rahmen (ab 5 Personen) an.
Sarei
Zu Beginn jedes Meditationsabends trinken wir in einer kleinen
Zeremonie gemeinsam Tee. Dabei teilen wir uns den Inhalt der Tasse in
vier Schlucken für “Reinheit, Klarheit, Harmonie und Stille” ein.
Zazen
ist das Sitzen in Stille auf Kissen oder Holzbänkchen. Sollte es aus körperlichen Gründen nicht möglich sein, diese
Sitzhaltung einzunehmen, so bestehen auch andere Möglichkeiten um Zazen
zu praktizieren.
Für den Anfänger geht es beim Zazen zunächst einmal
darum, zu lernen, den Geist auf ein Objekt zu konzentrieren. Dies
geschieht durch das Zählen bzw. Beobachten der Atemzüge. Während
einer Sitzrunde darf die Zendo (Übungsraum) weder betreten noch
verlassen werden.
Kinhin
Bei der Gehmeditation soll die Geisteshaltung, die beim Zazen geübt
wurde, in die Bewegung integriert und die gewonnene Achtsamkeit
beibehalten werden. Wir gehen etwa fünf Minuten in einer Reihe
hintereinander und verbinden unseren Atem mit den Schritten.
Rezitation
Wir rezitieren das "Herz-Sutra" und das "Sutra für ein langes Leben" im monotonen japanischen Sprechgesang.
Die drei Wege des Dai Shin Zen:
1. Bonpu Zen ist die Führerschaft über Ziele, Karriere und Erfolg. Aber es ist auch das Verständnis, dass Weltgestalten gleichzeitig Verantwortung bedeutet.
Jeder Euro, den ich mehr bekomme, als ich zum einfachen Leben brauche,
bedeutet Verantwortung. Und es kommt ein Punkt auf dem Zen-Weg, an dem ich erkenne, dass diese Verantwortung und dieser Erfolg und die tiefe Harmonie untrennbar miteinander verbunden sind.
2.Gedo Zen, die zweite Ebene, bedeutet Führerschaft über meine Person in der Welt. Gedo heißt, mitzuwachsen mit dem, was ich außen aufbaue. Hier scheitern die meisten Führungskräfte und verkümmern und sind trotz allen Erfolges unglücklich und schwach. Gedo bedeutet, alle Potenziale zu öffnen und sich selbst treu zu bleiben. Es ist der Weg, eine innere Ethik zu erfahren und unerschütterlich zu bezeugen.
3.Daijo Zenist höchste Form. Daijo ist die Führerschaft über das Selbst.
Unerschütterliche Ausdauer und Wille sind sicherlich Ausgangspunkte für Bonpu und Gedo. Helmuth Graf Moltke sagt: „Begabung gibt es wie Sterne am Himmel. Erst wenn eiserner Wille hinzukommt, entsteht ein besonderer Mensch.“ Daijo geht noch darüber hinaus, denn Wille erreicht dort seine Grenze. Warum? Wille und Wollen können auch bedeuten falscher Kampf, falsche Zeit und heldenhaftes Untergehen, wenn dieser Wille nicht im Einklang steht mit Außen und mit Innen. Sind sie dagegen im Einklang, handelt man mit Verantwortung.
Es geht um Werden und Wachsen in ihrer natürlichen Form. Was werde ich? Wer bin ich? Wer bin ich nicht? Hier geht es um Offenheit.
Daijo Sein ist – die totale Einheit im Handeln und Schaffen.
Ohne Wille, Ausdauer, Disziplin kommt nichts ins Wachsen, entsteht nicht
einmal eine Basis.
Im Daishin Zen ist Daijo Zen der spirituelle Weg im Sinne nicht von esoterisch verstiegenen Ideen, sondern im Sinne von reinem Geist. Und so gibt es zwei große Wege, die sich im Daijo Zen öffnen. Der eine Weg ist der Weg der vollkommenen Freiheit.
Hier steht an erster Stelle die Frage: Gibt es etwas
Unbedingtes in dieser Welt? Das ist eine Forschungsreise.
Kein Zen-Meister wird diese Frage beantworten.
Deshalb ist Daijo Zen einzig allein die Führerschaft über mich selbst, über Sein.
Der andere Aspekt von Daijo Zen ist Herzweisheit. Es ist die vollendete Einheit mit dem Jetzt, Hier. Die vollendete Einheit mit Ton, Körper, Gefühl, Geräusch, Matte, Boden, Schreibtisch, Windhauch, Licht, Geräuschen, Buch, Atem, Lesen – nur jetzt, hier, vollkommen. Dies ist das vollendete Herz, das im Daijo Zen.
Empathie – wichtige Eigenschaft eines Menschen.
Die größte Fähigkeit ist Empathie, die Verbindung, denn sie
soll im Einklang mit sich und anderen und der Umwelt den großen Weg
erkennen, für sich und andere.
Diese Einheit bedeutet es, zu spüren: Wer ist der andere? Was ist die Situation?
Was ist das Potenzial des Moments?
Diesen Weg, einen nicht vorgefassten Weg zu beschreiten, heißt strenge Disziplin ohne Richtlinien, heißt Training und Vorwärtsschreiten, heißt Praxis jenseits von Meinungen und Vorstellungen, jenseits von blendendem Nichtwissen und sicherem Wissen.
Erforderlich sind also nicht Theorie oder Wissen, sondern Praxis, Disziplin und Training.
Zendo-Ordnung (Auszug):
1. Die Zendo ist der Übungsraum, wo wir Zazen praktizieren. Sie ist
ein Ort höchster Achtsamkeit; ein Ort des Sitzens und der Selbstfindung
in Stille. Für uns wird der Yoga-Raum am Sonntagabend zur Zendo.
2. Beim Eintreten in die Zendo verbeugen wir uns mit vor der Brust
aneinander gelegten Handflächen (Gassho tetto) und gehen mit dieser
Handhaltung (Gassho) zu unserem Platz. Dort drehen wir uns zur
Raummitte, verbeugen und setzen uns hin.
3. Beim Verlassen der Zendo machen wir an unserem Platz, dem Raum
zugewandt, Gassho tetto. Dann begeben wir uns mit Shasshu, der
Handhaltung wie bei der Gehmeditation - d.h. mit der rechten Hand den
linken Daumen umfassen und mit den Fingern der Linken den rechte
Handrücken bedecken - bis zur Tür. Dort machen wir Gassho tetto zum
Raum hin und geht hinaus.
4. Während einer Zazen-Periode sollte man sich möglichst nicht
bewegen oder unnötige Geräusche machen. Die Zendo darf nur während der
Gehmeditation (Kinhin) betreten und verlassen werden.
5. Der Meditationsleiter (Jikijitsu) ist für die Aufrechterhaltung
des Zen-Geistes und der Harmonie in der Zendo zugunsten aller
verantwortlich.
6.In der Zendo sollen alle ichhaften Willensäußerungen aufgegeben
und ausgelöscht werden, so dass die Übenden ihre wahre Natur erfahren
können. Alle bemühen sich in Harmonie miteinander und nach Kräften,
diesen Regeln in Achtsamkeit zu genügen.

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